Pilotbetrieb - Vom Landgasthof zum Landschafts-Gasthaus

Backes des Gasthofs "Braeutigam Hanses"

Im Jahr 2002 beteiligte sich der Landschafts-Gasthaus Bräutigam- Hanses, ein VELTINS – Gastronomiepartner in Schmallenberg-Schanze als Pilotpartner an dem Projekt.

Die Eindrücke der Inhaber Bernd und Barbara Hanses stimmen optimistisch. Der traditionell geführte Familienbetrieb konnte wichtige Impulse mitnehmen, die für den Gast auf Anhieb spürbar wurden. „Das Projekt hat uns neue Perspektiven eröffnet“, sagt Bernd Hanses. Der Gasthof – einer der ältesten in der Region – wird jetzt als Landschafts-Gasthaus vermarktet.

Die renovierte Wirtsstube strahlt mit frischen, aber gedeckten Farben ein deutliches Mehr an Gemütlichkeit aus. Der Landschaftsgarten mit Kräuterschnecke, Wasserlauf und Leseschaukeln und der umgestaltete Cafe- und Biergarten sorgen dafür, dass sich die Gäste nicht nur im, sondern auch um das Haus herum wohlfühlen. Die Speisenkarte schafft den unmittelbaren Bezug zur Geschichte. Das Thema „Essen wie zur Zeit der Köhler“ erinnert an das Ende des 18. Jahrhunderts, als der Gasthof von Köhlern im Herzen des Sauerlandes erbaut wurde.

Das kleine, schmucke Backhaus im Garten, ist Garant für regelmäßigen Backspaß – den Gästen wird das in Tontöpfen gebackene Brot schon zum Frühstück serviert. Dem Backhaus angeschlossen, wird der Landschafts-Cafegarten in diesem Frühjahr eröffnet. Es werden nachmittags frische Landkuchen vom Blech, Kartoffel- und Quarkwaffeln und Kaffee ohne Ende angeboten.

Die Familie Hanses ist ein Beispiel dafür, dass sich auch mit geringen Mitteln einiges bewegen lässt. „Wir können nur schrittweise investieren, jede Maßnahme will in heutiger Zeit gut überlegt sein“, so Barbara Hanses. So habe man angestrebte Umgestaltungen eingehend und kontrovers mit Gästen diskutiert – Marktforschung auf ganz individuelle Art und Weise. Man kam ins Gespräch. Eine weitere Erkenntnis setzte sich durch: Auch der viel zitierten „Betriebsblindheit“ musste man im Laufe des Projektes die Stirn zeigen. Die vielen Gespräche mit dem Tourismuspsychologen Reinhard Schober brachten eine ungewöhnliche Horizonterweiterung. Barbara Hanses: „Stetiger Mut zur Kreativität sowie mit Leib und Seele vor Ort sein sind die Voraussetzungen, um diesen neuen Weg gehen zu können.“