Sauerland Waldroute - Das Konzept

Feldweg
Grundlagen und Situationsbestimmung

Trend Wandern 

  • Wandern ist nach wie vor sehr beliebt. Es hat inzwischen zum Radeln aufgeschlossen. Beide Hobbys werden mittlerweile von mehr als der Hälfte aller Deutschen ausgeübt.
  • Immer mehr Deutsche wandern: Jedes Jahr findet der sanfte Natursprt bis zu einer halben Million neuer Anhänger. Und wer wandert, macht es immer öfter.
  • Wandern ist im Urlaub spitze: Drei von vier Mittelgebirgsgästen wandern. Das sind mehr als alle Urlaubs-Radler, -Mountainbiker, -Skater, -Reiter, -Paddler und -Kletterer zusammen. Wanderer sind das Kernpublikum des Mittelgebirgstourismus.
  • Wandern kennt keine Saison: Dreiviertel der Wanderer begeben sich neuerdings auch im Winter auf Tour, davon die Hälfte häufig.
  • Wandern ist kein Billigsport: Deutschlands Wanderer geben jährlich grob geschätzt 12 Mrd. Euro für ihr Hobby aus, davon 5 Mrd. allein im touristischen Bereich. Ein Großteil der Wanderer kommt als Tagestourist.
  • Der Wandermarkt wächst: Die Wanderspezialisten unter den Urlaubsgastgebern, Reiseveranstaltern und Outdoor-Ausstattern verzeichneten in den letzten Jahren kontinuierliche Zuwachsraten. Auf Touristikmessen und in den Medien ist Wandern wieder ein großes Thema.
  • Vom Wandermarkt profitieren alle: Vom Wanderer, ob als Langzeiturlauber oder Tagestourist, profitieren zahlreiche Branchen, z. B. Gastronomie und Hotellerie, Einzelhandel, Dienstleister vor Ort, ÖPNV und – last but not least – die Finanzhaushalte der Kommunen.

Attraktives Publikum

Wanderer sind jünger: Junge Wanderer unter 40 und Senioren über 60 Jahren halten sich mittlerweile die Waage, das Durchschnittsalter liegt bei 48 Jahren.

Arriviertes Publikum: Jeder zweite Wanderer, der uns vor Ort begegnet, hat das Abitur oder Diplom in der Tasche. Wanderer verfügen über ein überdurchschnittliches Einkommen und sind im Urlaub besonders ausgabenfreudig.

Wandern ist feminin: Immer mehr Frauen entdecken die naturnahe, kommunikative und nicht mit Leistungsstress verbundene Freizeitbeschäftigung für sich: 50 % der Wanderer sind weiblichen Geschlechts, in jüngeren Jahrgängen stehen die Frauen schon in der Mehrheit.

Wanderer sind besonders individualistisch und anspruchsvoll: Dafür sind sie aber auch besonders angenehme und treue Gäste. Als Urlaubsunterkunft bevorzugen wanderfreundliche Hotels.

Naturgenuss ist das Hauptmotiv: Wichtigstes Kriterium für die Urlaubswahl ist eine schöne, naturnahe und abwechslungsreiche Landschaft. Wanderer schätzen Tiefe und Wildnis, Natur und Landschaft, Stille und Einsamkeit – genau das sind die Stärken der Sauerland Waldroute.

Wandern im Wohlfühltrend: Der moderne Wandergast absolviert nach einem ausgewählten Frühstück in gemächlichem Tempo zehn bis 15 km pro Tour. Unterwegs kehrt er gerne ein (am liebsten in Hütten und Landgasthöfen) und belohnt sich nach der Tour häufig mit einem guten Essen. Er schätzt ansonsten Wellness-Angebote ebenso wie einen gemütlichen Stadtbummel.

Das Sauerland in der Marktkonkurrenz

  • Die Konkurrenz wacht auf: Erst in den letzten Jahren sind die Bedeutung, Größe und Attraktivität des Wandermarktes entdeckt worden. Seitdem will jeder Anbieter vorne sein. Nachholbedarf und Innovationsdruck sind immens.
  • Pilotprojekt Rothaarsteig: Mit vier Jahren Entwicklungszeit und 2,5 Mio. Euro Startinvestitionen hat der Rothaarsteig ein hohes Risiko gefahren – und gewonnen. Er ist das seit Jahren erfolgreichste innovative Produkt im Bereich des Mittelgebirgstourismus und hatte seine Investitionen schon nach einem Jahr wieder eingespielt.
  • Erfolg macht Nachfolger: Überall entstehen derzeit neue Spitzenprodukte für den Urlaubsmarkt. Harzer Hexenstieg und Frankenweg steigern bereits die Gästezahlen ihrer Regionen. Rheinsteig, Hochrhöner und Altmühltal-Panoramaweg wurden 2005 eröffnet, Eifelsteig und Bayernsteig sind in Planung. Der Rennsteig im Thüringer Wald, der Hermannsweg im Teutoburger Wald und der Westweg im Schwarzwald werden aufpoliert.

Das Sauerland braucht Spitzen-Wanderwege

  • Wer dem Gast nicht mit attraktiven Spitzenprodukten entgegenkommt, verliert sein Kernpublikum an die aktivere Konkurrenz.
  • Ein Spitzenweg oder besser noch ein Spitzen-Wegenetz schafft Aufmerksamkeit! Er muss so erlebnisreich gestaltet sein und so erfolgreich vermarktet werden, dass er auch auf große Entfernung neugierig macht. In diesen Weg investiert die Region erhebliches Prestige. Wo immer er verläuft: Er hat eine Leuchtturmfunktion für die gesamte Destination.
  • Spitzenqualität heißt konsequente Kundenorientierung. Für den Erfolg eines Wanderweges ist nicht entscheidend, was die Gastgeber für wichtig halten, sondern was der Kunde gut findet. Maßstab für die Gestaltung eines Spitzenweges sind daher die Wünsche der Wandergäste. Verschiedene Studien geben darüber Auskunft.
  • Naturerlebnis optimieren: Wanderer wollen vor allem Natur genießen und dem Zivilisationsstress entfliehen. Ein Spitzenweg gewinnt daher seine Attraktivität primär durch die Präsentation abwechslungsreicher Naturerlebnisse. Er führt nicht mehr einfach von Ort zu Ort, sondern berührt Ortschaften nur, wenn es dort Eindrucksvolles zu sehen gibt.
  • Ein Spitzenweg soll die Gäste nicht nur in die Region locken, sondern auch zum Wiederkommen anregen. Der Weg durch einen zauberhaften Wald mit großem natürlichen Landschaftspotenzial ist die Hauptattraktion der Waldroute. Wanderfreundliche Gastronomie und Restaurationsbetriebe werden in dieses Gesamtkonzept integriert um so die Gesamtattraktion für den Wanderer zu schaffen.


Das Sauerland hat‘s

Alleinstellungsmerkmale des Sauerlandes 

  • Höchstes Waldgebirge Nordwestdeutschlands im Anschluss an die norddeutsch-niederländische Tiefebene
  • Das schwingende und gleichzeitug beruhigende Landschaftsbild des abwechselungsreichen Waldgebirges mit seiner eigenen Topographie
  • Die Welt des Wassers, das als prägendes Element in klaren unzähligen Bächen aus den Bergen und durch die Täler fließt und sich in Seen sammelt.
  • Das nachgewiesene gesunde Klima und die saubere Luft zum Durchatmen.
  • Die Anzahl und einzigartige Kombination touristischer Attraktionen.
  • Die große Anzahl an familiär geführten Hotelbetrieben mit hohem Qualitätsniveau (Viersternebereich).

Weitere landschaftliche Attraktionen 

  • Sauerländische Urnatur: Bergwald, Bannwald, Moore, Heiden, Schluchten, Stille
  • Anstrengungslose Gebirgstouren, Höhenwege und Höhenluft, Durchatmen, Energie tanken
  • Naturparks wie den Arnsberger Wald 
  • Dichtes, gepflegtes Wanderwegenetz auch jenseits des Spitzenweges
  • Hübsche Sauerlandorte, Sauerlandfachwerk, Traditionsgasthöfe, heimische Küche
  • Alternative Sport- und Freizeitmöglichkeiten in Sommer und Winter 
  • Kulturangebote, Höhlen, Talsperren, Industriegeschichte
  • Museen mit Mitmach- und Erlebnis-Möglichkeiten
  • Kurze Anfahrten aus den Ballungszentren

Spitzen-Wanderweg Sauerland Waldroute

Wandern hat Konjunktur wie schon lange nicht mehr. Das Sauerland bietet genau das, was Millionen gestresster Zeitgenossen immer mehr suchen: eine vielfältige Waldlandschaft mit intakter Natur, „tausend Bergen“, lieblichen Tälern, einladenden Ortschaften, erfahrenen Gastgebern und einem traditionsreichen Wanderwegenetz.

Der Wandergast ist der mit Abstand wichtigste Kunde der heimischen Tourismuswirtschaft. Doch er ist anspruchsvoller als je zuvor. Ähnlich wie andere Mittelgebirge muss auch das Sauerland sein Wanderangebot der gehobenen Nachfrage anpassen.

Der Rothaarsteig hat mit großem Erfolg bundesweit neue Standards gesetzt. Doch das Sauerland ist mehr als nur Rothaarsteig. Es bedarf weiterer Spitzenwanderwege, um seinem Ruf als eine führende Wanderdestination in Deutschland gerecht zu werden.

So entstanden fast zeitgleich die Planungen für zwei weitere Top-Wanderwege: die Sauerland Waldroute und den Sauerland Höhenflug. Im Rahmen einer Vorstudie von Dr. Rainer Brämer und Reinhard Schober vom Deutschen Wanderinstitut wurden die natur- und landschaftsräumlichen Gegebenheiten des Arnsberger Waldes unterstrichen. Dem erweiterten Naturparkraum wurde dabei ein deutliches Entwicklungspotenzial für ein attraktives und hochwertiges Wanderprojekt attestiert.

Seit Oktober 2003 hat eine Arbeitsgruppe aus Vertretern des Hochsauerlandkreises und des Kreises Soest, der Kommunen, der Forstverwaltungen, des Sauerländischen Gebirgsvereins, der Touristik und des Gastgewerbes die Waldroute konzipiert.
Inzwischen ist die Planungsphase für die Waldroute beendet: Auf Initiative des Hochsauerlandkreises und des Kreises Soest wurden die Philosophie und der Verlauf der Sauerland Waldroute erarbeitet, die nun in der Trägerschaft des Naturparkes Arnsberger Wald steht. Es ist entschieden, wie die Route zu gestalten und welche Infrastruktur notwendig ist, damit der neue Weg die Tourismus-Region weiter entwickelt. Die weitere Umsetzung des Projektes erfolgt über die Geschäftsstelle des Naturparks Arnsberger Wald.

In der aktuellen Realisationsphase der Waldroute stehen Infrastruktur, Marketing und Personal im Mittelpunkt.


Die Route und ihre Highlights

Die Waldroute erstreckt sich über den Landschaftsraum zwischen den Städten Marsberg und Arnsberg. Eine Weiterführung in den Iserlohner Stadtwald ist in der Planung schon so weit fortgeschritten, dass eine Gesamtplanung und die Eröffnung des vollständigen Weges ins Auge gefasst wird. Die räumliche Mitte nimmt dabei der Naturpark Arnsberger Wald ein – ein traditionsreicher Ort: Noch heute sind am Wegesrand viele Hinweise auf die Römer zu finden, zum Beispiel das „Römerlager“ und „Romecke“-Funde.

Der Name „Arnesberge“ wurde 793 erstmals als Berg mit einer Ruhrschleife und weiter Sicht in die umliegenden Wälder erwähnt, dem heutigen Alt-Arnsberg. Im 11. Jahrhundert bezogen die Grafen von Werl den Arnsberg und nannten sich fortan Grafen von Arnsberg; darum wird der Adler noch heute im Stadtwappen geführt. In den Jahre 1368 bis 1803 fungierte das Arnsberger Schloss als Residenz und Jagdschloss. Das war zu der Zeit, als die Kölner Erzbischöfe und Kurfürsten die Grafschaft übernahmen und Arnsberg Hauptstadt des Herzogtums Westfalen wurde.

Besonderes Merkmal des Naturparkes Arnsberger Wald ist seine große zusammenhängende Waldfläche mit Mischwald, einer bewegten Topographie, Felsen,Tallagen, Sümpfen und kleineren Quellen. Wesentlicher Bestandteil sind besondere Tierarten, die das menschliche Auge ansonsten nur selten erblickt. Das Zusammenspiel von Flora und Fauna im Arnsberger Wald ermöglicht eine naturorietierte Ich- und Sinnsuche. Wanderer begeben sich mit Vorliebe auf die Suche nach dem Mythos Wald, wie er auf der Waldroute geboten wird. Der Mythos wird aktuell durch den internationalen Trend zur Entmaterialisierung, zum Übersinnlichen und Zauberhaften ungeahnt aufgewertet. Als Gegenstrom zum immer mehr materialistisch geprägten Leben begeben sich Menschen immer mehr auf die Suche nach „echten“ Werten, wie sie in der Natur zu finden sind – kaum authentischer als in den Waldtälern zwischen Möhne und Ruhr.


Die Sauerland Waldroute und angrenzende Orte:

Marsberg:
- Besucherbergwerk Kilianstollen, Fahrt mit der Grubenbahn tief ins Erdinnere
- Aussichtspunkt Bilsteinturm

Bleiwäsche: 
- ehemalige Blei- und Silberbergwerke, Steinbruch mit seltenen Gesteinen 
- Besichtigung des Malachitdomes im Rahmen von Höhlenexkursionen mit der VHS Gütersloh

Alme: 
- Almequellen: Die Almequellen verströmen zeitlose Atmosphäre und lebendigen Überfluss – ganz wie die Philosophie der Waldroute. Diese Quellen sind seit Menschengedenken nicht versiegt. Unaufhörlich sprudeln sie im unterschiedlichen Zeittakt silbrige Perlenreihen vom Teichgrund an die Oberfläche. Einige entlassen im Aufsteigen Luftbläschen aus grünlichblauen Kolken. Andere stürzen mit kleinen Gischtfontänen einfach aus dem Berg. Wieder andere vereinen sich zu springlebendigen Stromschnellen. Gemeinschaftlich und in munterem Geplauder umspülen die Quellwasser-Inseln mit urig gewachsenen Erlengruppen, treiben reflektierte Sonnenlichter in tanzenden Wellen die Erlenstämme hinauf, umplätschern ausgebleichtes Kalkgeröll und durchströmen seicht und sanft, altes, verwachsenes Wurzelgeflecht, das am Teichufer unter dicht mit Moosen und Flechten behangenem Holundergestrüpp, blankgewaschen im Wasser liegt 

- Waldbahn Almetal: mit historischem Schienenbus vom Bahnhof Ringelstein durch das malerische Almetal.

Wülffte: 
- Aussichtspunkt

Rüthen :
- Hexenturm, Stadtmauer

Kallenhardt:
- Kulturhöhle „Hohler Stein“, steinzeitliche Funde wie Knochen, Waffen, Werkzeuge: Das in Jahrmillionen der Erdgeschichte von Nebenläufen der Lörmecke ausgespülte Felsmassiv des „Hohlen Steins" erhebt sich südwestlich von Kallenhardt. Bei Ausgrabungen in den 30er Jahren stieß man in den zwei Höhlenbereichen auf Funde aus unterschiedlichen Zeitepochen seit der letzten Eiszeit. Die menschlichen Spuren reichen zurück bis in die Wander- und Siedlungsphasen der Zeit um 10.000 v. Chr. Einige rätselhafte Funde haben die Höhle mit geheimnisvollen Sagen und Legenden umrankt, die u.a. in die vielfältige Nibelungenforschung ein geflossen sind. Heute ist das Felsmassiv „Hohler Stein“ (am Flüßchen „Lörmecke“) Wander- und Ausflugsziel für zahlreiche Erholungssuchende. Am „Hohlen Stein“ befindet sich außerdem der Einstieg in ein weitverzweigtes Höhen- und Gängesystem, das noch weitgehend unerforscht ist.
- Felsklippen „Hoher Stein“
- Bachschwinde des Lörmeckebaches
- Wasserschloss Körtlinghausen
- Aussichtspunkt

Eversberg:
- Burgruine
- Aussichtsturm
- Heimatmuseum

Warstein: 
-  Bilsteinhöhle (Tropfsteinhöhle mit Abenteuerführungen mit Helm und Kopflampe durch die unbeleuchtete Höhle auf der Suche nach Vampir, Höhlenbär und Co.)
- Felsklippe, Wildpark , Wald-/Wasserspielplatz, Waldlehrpfad
- Jährlich die Warsteiner Montgolfiade
- Waldrastplatz „Paradies“

Hirschberg:
- historischer Kohlenmeiler – Hirschberger Köhlerwochen
- Aussichtspunkt

Möhnesee:
- Landschafts-Informations-Zentrum: z.B. Kinderprogramme
- "Entdeckungstouren im Arnsberger Wald“
- „Als Hexen und Zauberer unterwegs“
- „Jäger der Nacht“
- „Schatzsuche im Arnsberger Wald“
- „Feuerwerkstatt“
- Wildstauden- und Heilkräuterwanderungen
- Naturschutzgebiet „Waldreservat Breitenbruch“ (6000 ha)
- Möhnetalsperre: Wassersport, Staumauer und Kraftwerk mit Stollenbesichtigung

Arnsberg:
- Schlossruine, Mäuseturm, Altstadt etc.
- Stadtführungen: „Hexen, Henker, Halsgericht“, „Sagenhafter Stadtrundgang“, „Was sich einst hat zugetragen“, "Mitgegangen, Mitgehangen“, "Unterm Sternenhimmel“
- Wildwald Vosswinkel


Planung & Realisation

- Streckenführung: Abstimmung der Wegeführung mit den Grundbesitzern ist weitgehend abgeschlossen / Verringerung des Asphalt- und Schotteranteils sowie Erhöhung des Pfadanteiles (evtl. durch Begleitpfade zu Wirtschaftswegen) wird angestrebt / Beseitigung weiterer Defizite.

- Zugangswege: Ausweisung von Rund- und Zugangswegen von den Anliegerorten zur Waldroute, die auf bereits bestehenden Wanderwegen verlaufen sollen und nach den Kriterien eines Qualitätswanderweges des Deutschen Wanderverbandes zertifiziert werden können / Aufstellung von Hinweisschildern zu nahegelegenen Gaststätten (evtl mit Speisekartenauszug) an geeigneten Stellen (Portale).

- Wanderwege im Umfeld: Überprüfung mindestens aller einkreuzenden Regional- und Orts-Wanderwege auf ihre Qualität und dauerhafte Verfügbarkeit – ein optimaler Anlass für die Modernisierung der gesamten Wanderwegenetze im Umfeld nach der Devise „weniger ist mehr“.

- Wegeleitsystem: Nutzerfreundliche Markierung der Sauerland Waldroute mit dem entwickelten Waldrouten-Logo und der Waldrouten-typischen Farbgebung (sowie der Zugangswege mit einem leicht abgewandelten Logo) / Ausstattung mit einheitlichen Wegweisern mindestens an allen Einkreuzungen markierter Wanderwege.

- Portale: Installation von Startportalen im Zuge der Gestaltung von Eingangs-Wanderparkplätzen mit Bannern aus Naturfasern, weiträumige Ausweisung der Portale durch Verkehrsschilder.

- Rastplätze: Installation zusätzlicher Bänke, Sitzgruppen und Schutzhütten in einheitlichem Sauerland-Design. Geplant ist auch bei den Sitzmöbeln vorrangig natürliche Materialien zu benutzen, wo das Logo der Waldroute auch aufgebracht werden kann.

- Erlebniselemente: Bereicherung des Weges mit attraktiven Installationen, zum Beispiel Hexenpfad, Eselsweg, Köhlerlehrpfad, ... Konkret in der Planung sind zwei Aussichtstürme, 25 und 35 m hoch. Die Zustimmungen der Grundstücks-Eigentümer zur Errichtung der Aussichtstürme liegen bereits vor, ebenso Vorentwürfe zur Architektur der Türme.

- Nachhaltigkeit: Abschluss von Verträgen zur nachhaltigen Sicherung einer dauerhaften Pflege der Wege-Infrastruktur.

- Wege-Zertifizierung: Zertifizierung als Qualitätsweg „Wanderbares Deutschland“ durch den Deutschen Wanderverband wird angestrebt.

- Gedruckte Orientierungshilfen: Einbeziehung der neuen Wege in die örtlichen und regionalen Wanderkarten / Erstellung eines Erlebniswanderführers mit Streckenkarten im Maßstab 1:25.000. Info-Flyer der zur Orientierung für den Wanderer eine Übersichtskarte auf der Rückseite enthält.

- Darstellung des gesamten Weges als GIS-gestützte virtuelle Karte mit Übernachtungs- und Gastronomiebetrieben und weiteren wichtigen zusätzlichen Informationen (als ein- und ausblendbare Layer gestaltet).

Marketing Sauerland Waldroute
(Stand:25.1.2007)

- Verantwortlichkeit: Die Sauerland Waldroute ist ein klassisches Sauerland-Projekt. Das Marketing und die Vertriebsunterstützung erarbeitet der Naturpark Arnsberger Wald unter der Federführung des Sauerland-Tourismus e. V.. Dauerhaft angestrebt wird ein Zusammenführen aller großen Sauerländer Wanderprojekte in ein gemeinsames Vermarktungskonzept "Wanderwelt Sauerland".

- Werbliche Positionierung: Die Sauerland Waldroute wird als zauberhaft mystischer Weg positioniert, der ganzjährig viele ursprüngliche Sehnsüchte erfüllt. Dabei kommt das zauberhaft mystische des Waldes nicht zuletzt durch die Fülle der Sagen entlang der gesamten Sauerland Waldroute zum Ausdruck, zum Beispiel in der Person des "Alten vom Müssenberg", einen menschenfreundlichen Riesen. Von ihm sind viele Geschichten überliefert.

- Claim: "Sauerland Waldroute - zauberhaft mystisch"

- Zielgruppen: Angesprochen werden sowohl der klassische Sauerland-Urlauber wie auch der Tagesausflügler: Naturverbundene und erlebnisorientierte Wanderer aller Altersgruppen. Insbesondere wird die Hauptroute einschließlich der Rundwander- und Zugangswege aber auch einheimische Erholungssuchende ansprechen. Durch die im Rahmen des Wanderkonzeptes Sauerland erstellte Zielgruppenanalyse Wandern wird die Möglichkeit bestehen, weitere Zielgruppen zu bearbeiten. 

-  Gestaltungsvorgaben: Auf allen Werbemitteln soll das zauberhaft mystische des Waldes und seine Ursprünglichkeit kommuniziert werden: zum einen durch das Abbilden der faszinierenden Waldsituationen auf der Route zu allen Tages- und Jahreszeiten, zum anderen durch den vielfältigen Einsatz von natürlichen und naturverwandten Materialien wie Holz, Stein und Baumwolle bei den Werbemitteln, Bänken und Schildern. Schon das Logo, ein knorriges "W" drückt die Ursprünglichkeit und natürliche Gewachsenheit des Waldes entlang der Waldroute aus. Ebenfalls ist das Farbkonzept der Route auf Natur und Natürlichkeit ausgelegt.

- Werbemittel Print : Das Grundwerbemittel ist ein zweisprachiger (NL/D) kleiner handlicher Flyer mit den wichtigsten Informationen zur Route. Außerdem enthält der Flyer eine Übersichtskarte, die zwar keine Wanderkarte ersetzt, aber bei guter Beschilderung eine grobe Orientierungshilfe darstellt. Ergänzend hierzu soll ein Wanderführer erstellt werden. Außerdem erfolgt eine konzeptionelle Integration in das Sauerland-Marketing zum Kernthema Wandern.

- Internet: Auf eine für Wanderwege äußerst professionelle Ebene wird die Internet-Präsentation gestellt, die mit einer eigenen Domain in den Sauerland-Seiten integriert wird. Sie bietet downloadbares Kartenmaterial der Gesamtstrecke sowie der Zugangswege mit aktuellen Tipps und Hinweisen zu Gastronomie und Termin-/Ausflugstipps. Die Gestaltung der Werbemittel erfolgt im Voll-CD/CI des Sauerland-Tourismus e.V. Die Erstellungerfolgt durch den Sauerland-Tourismus e.V. und wird vom Naturpark Arnsberger Wald dauerhaft per CMS gepflegt. 

- Integration: Die Waldroute soll in das Marketing der beteiligten Orte /TAG's integriert werden, um die Bewerbung der Route zu unterstützen.

Buchungssystem: Die an der Sauerland Waldroute liegenden wanderfreundlichen Unterkunftsbetriebe schließen sich dem Buchungssystem des Sauerlandes an und sind damit über die vielen Zugangsmöglichkeiten des Systems online buchbar.

- Bildband: Ein Bildband mit für die Route typischen Bildern ist eine weitere Maßnahme, die mit geeigneten Partnern aus der Privatwirtschaft realisiert werden kann

- Events: Rundflüge mit lokalen Anbietern, Zeppelinen oder Heißluftballons, aber auch themenbezogene Events am Boden sind zusätzliche Maßnahmen, die an unterschiedlichen Stellen von verschiedenen Partnern an oder auf der Route durchgeführt werden

- Finanzierung: Für die Finanzierung der Marketingmaßnahmen sind langfristig die profitierenden Betriebe mit Unterstützung durch Sponsoren verantwortlich.

- Vertrieb: Der Vertrieb wird einerseits über den Sauerland-Tourismus e.V. und andererseits über die Orte (TAGs) und Betriebe erfolgen. Dazu ist die Integration in das Marketing der jeweiligen Ebene erforderlich.


Infos & Kontakt:
Naturpark Arnsberger Wald
Michael Matysiak
Hoher Weg 1-3
59494 Soest
Tel.: 02921 302252
Michael.matysiak@kreis-soest.de

Konzept der Sauerland Waldroute
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